Das Wichtigste auf einen Blick
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Olivenöl ist längst nicht nur für Herzhaftes da – auch in Desserts sorgt es für Spannung und neue Geschmackserlebnisse.
- Beliebte Kombinationen: Vanilleeis, Schokolade, Zitrusfrüchte oder frische Beeren.
- In mediterranen Küchen hat Olivenöl in Süßspeisen Tradition – von Kuchen bis Eis.
- Für Desserts immer mild-fruchtige, hochwertige Öle wählen.
- Extra-Tipp: veganes Olivenöl-„Karamell“ als cremige Sauce zu Eis oder Pancakes.
In diesem Guide erfährst du
- Warum Olivenöl auch in der süßen Küche funktioniert
- Welche Kombinationen besonders beliebt sind
- Wie du die richtige Ölqualität erkennst und lagerst
- Ein einfaches Rezept für Olivenöl-„Karamell“
- Antworten auf die wichtigsten Fragen
Warum Olivenöl im Dessert funktioniert und woher die Idee kommt
Olivenöl im Kuchen oder auf Eis? Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat eine lange Tradition. Fett ist in Desserts unverzichtbar, weil es Aromen trägt, Texturen verfeinert und Süße ausbalanciert. Olivenöl bringt dazu fruchtige, grasige und manchmal leicht bittere Noten mit, die das Spiel zwischen süß und herzhaft spannender machen – ein Prinzip, das man auch von Salzkaramell kennt.
Schon in der Antike wurden süße Fladenbrote in Olivenöl gebacken. In Spanien entstand die Tarta de aceite de oliva, ein saftiger Kuchen, der heute wieder in modernen Küchen auftaucht. Italien kennt Olivenöl im Biscotti- oder Biskuitteig und sogar im Eis selbst: In Apulien gilt Olivenöl-Eis als regionale Spezialität. All das zeigt: Das Öl ist mehr als eine Spielerei – es ist fester Bestandteil der mediterranen Dessertkultur.
Bekannte Kombinationen und moderne Food-Pairings
- Vanilleeis & Olivenöl: Der Klassiker – ein Schuss mildes Öl und eine Prise Meersalz verwandeln einfaches Eis in ein Feinschmecker-Dessert.
- Schokolade & Olivenöl: In Brownies oder Schokokuchen ersetzt es die Butter und sorgt für dichte, saftige Textur. Auch eine dunkle Ganache gewinnt an Fruchtigkeit.
- Zitrusfrüchte & Olivenöl: Zitronenkuchen oder Sorbets werden mit Olivenöl besonders aromatisch.
- Frische Früchte: Erdbeeren, Mango oder Wassermelone glänzen mit einem Hauch Öl – gerade im Sommer ein Highlight.
- Fine Dining-Pairings: Panna Cotta mit Olivenöl und Rosmarin-Honig, Pfirsich mit Olivenöl und Basilikum – Beispiele, wie Spitzenköche süß und herzhaft verweben.
Kleine Öl-Kunde für die Dessertküche
Damit das Experiment gelingt, ist die Wahl des richtigen Öls entscheidend. Orientiere dich an diesen Punkten:
Qualität: Achte auf Bezeichnungen wie „nativ extra“, „extra vergine“ oder „erste Güteklasse“. Sie stehen für schonende Herstellung und intensives Aroma.
Geschmack: Wähle mild-fruchtige Öle. Scharfe, bittere Sorten sind für Desserts zu dominant.
Aromatisierte Varianten: Öle mit Zitrone oder Orange passen hervorragend in Kuchen, Cremes oder über Eis.
Lagerung: Kühl und dunkel lagern, aber nicht im Kühlschrank, da das Öl dort ausflockt.
Timing: Für den vollen Effekt Olivenöl meist erst kurz vor dem Servieren überträufeln – so bleibt das Aroma klar erkennbar.
Rezeptidee: Veganes Olivenöl-„Karamell“

Zutaten für 1 Portion
- 30 ml HENSSLERS Olivenöl
- 30 ml kalter (!) Ahornsirup oder Agavendicksaft
- optional: 1 Prise Meersalz
Zubereitung
Olivenöl und Ahornsirup mit einem Schneebesen verrühren, bis die Mischung emulgiert und cremig wird. Nach Belieben mit einer Prise Meersalz abschmecken.
Passt zu Pancakes, Eis, Obstsalat oder Joghurt. Im Kühlschrank bis zu 7 Tage haltbar.
Fazit – Süß & fruchtig trifft würzig & samtig
Olivenöl in Desserts überrascht – aber genau dieser Überraschungseffekt macht den Reiz aus. Es bringt Frische, Tiefe und einen Hauch mediterrane Leichtigkeit in die süße Küche. Wer einmal Vanilleeis mit Olivenöl probiert hat, versteht sofort, wie aus einer einfachen Süßspeise ein raffinierter Genussmoment wird.
Einzigartiges Olivenöl aus Spanien
Dezent bitter-fruchtige Geschmacksnote
Für eine ausgewogene Ernährung ideal