Das Wichtigste auf einen Blick
Mit nur einem Grundteig kannst du gleich fünf verschiedene Plätzchen zaubern – perfekt, wenn du wenig Zeit hast, aber Abwechslung liebst. Der Mürbeteig lässt sich vielseitig verfeinern, von Schoko bis Nuss. Ideal für Backanfänger, Familien und alle, die effizient und nachhaltig backen möchten.
In diesem Guide erfährst du
- Wie du den perfekten Mürbeteig-Grundteig herstellst
- Welche Zutaten sich für süße Varianten eignen
- Wie du fünf Sorten aus einem Teig formst und dekorierst
- Wie du Plätzchen richtig lagerst und verpackst
- Tipps für nachhaltiges Backen und kreative Geschenkideen
Der Basis-Mürbeteig - das Fundament jeder Weihnachtsbäckerei
Ein klassischer Mürbeteig ist unkompliziert, vielseitig und gelingt fast immer. Du brauchst 250 g Mehl, 125 g kalte Butter, 80 g Zucker, 1 Ei und eine Prise Salz. Wichtig ist, die Butter wirklich kalt zu verarbeiten, damit der Teig mürbe wird. Kurz verkneten, zu einer Kugel formen und etwa 30 Minuten kühl ruhen lassen – das verhindert, dass die Plätzchen beim Backen verlaufen.
Steffen Hensslers Tipp: „Wenn der Teig beim Kneten zu warm wird, einfach für 10 Minuten in den Kühlschrank legen. So bleibt er perfekt formbar.“
1 Teig, 5 Plätzchen - so geht’s Schritt für Schritt
Klassische Butterplätzchen
Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 3-4 mm dick aus. Verwende Ausstechformen deiner Wahl und lege die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Backe sie bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) etwa 8-10 Minuten, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Nach dem Abkühlen kannst du sie nach Belieben verzieren - etwa mit Zuckerguss, bunten Streuseln oder geschmolzener Kuvertüre. Diese Variante ist der absolute Klassiker und ein Muss in jeder Keksdose.
Schokoladen-Variante
Teile den Grundteig in zwei Portionen. In eine Hälfte gibst du 1–2 EL Kakaopulver und einen Schuss Milch, damit der Teig geschmeidig bleibt. Für zweifarbige Marmorplätzchen beide Teige leicht miteinander verkneten, sodass ein Muster entsteht. Rolle die Masse aus, steche Formen aus und backe sie wie gewohnt 8–10 Minuten. Nach dem Abkühlen kannst du sie mit weißer Schokolade verzieren oder mit Puderzucker bestäuben – ein echter Hingucker auf dem Plätzchenteller.
Nussige Zimtsterne
Knete 1 TL Zimt und etwa 2 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln unter den Grundteig. Rolle den Teig auf einer bemehlten Fläche aus und stich Sterne aus. Backe sie bei 180 °C Ober-/Unterhitze rund 10 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind. Nach dem Abkühlen kannst du sie mit einer dünnen Schicht Zuckerglasur oder geschmolzener weißer Schokolade bepinseln. Ihr nussiger Duft macht sofort Lust auf Weihnachten.
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Orangen-Vanille-Plätzchen
Verfeinere den Teig mit dem Mark einer Vanilleschote und etwas abgeriebener Orangenschale. Forme kleine Kugeln, drücke sie leicht flach und backe sie bei 180 °C etwa 9 Minuten. Nach dem Auskühlen kannst du die Hälfte der Plätzchen in dunkle Kuvertüre tauchen oder sie mit feinem Orangenpuderzucker bestreuen. Diese Sorte duftet herrlich frisch und bringt eine fruchtige Note auf den Weihnachtsteller.
Marmeladen-Herzen (Linzer Art)
Rolle den Teig dünn aus und stich runde oder herzförmige Plätzchen aus. In die Hälfte der Plätzchen stich in der Mitte ein kleines Loch - das wird später das „Fenster“. Backe alle Plätzchen bei 180 °C etwa 8–10 Minuten und lass sie vollständig abkühlen. Bestreiche die unteren Hälften mit roter Marmelade (z. B. Himbeer oder Johannisbeer) und setze die gelochten Oberteile darauf. Leicht andrücken und mit Puderzucker bestäuben - fertig sind die romantischen Klassiker.
Aufbewahren, Verschenken und Weiterverarbeiten

Bewahre deine Plätzchen in gut schließenden Dosen an einem kühlen, trockenen Ort auf. Trenne verschiedene Sorten mit Butterbrotpapier, damit sich die Aromen nicht vermischen. Zuckerguss- oder Marmeladen-Plätzchen lieber separat lagern – so bleiben sie rund drei Wochen frisch.
Ein einziger Grundteig spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie und Zutaten. Verwende regionale Butter, Eier aus Freilandhaltung und Mehl aus heimischem Anbau. Reste vom Ausrollen kannst du neu ausstechen – so landet nichts im Müll.
Wer Plätzchen verschenken möchte, setzt am besten auf plastikfreie Verpackungen: Gläser, Papierbeutel oder kleine Stoffschleifen machen jedes Gebäck zum Hingucker. Eine handgeschriebene Karte mit Sortenname oder Backdatum sorgt für eine persönliche Note.
Der Grundteig lässt sich auch wunderbar weiterverwenden – etwa für Tartes, Mini-Pies oder Keksböden. Wer kreativ ist, kann Aromen wie Matcha, Kaffee oder Zitrone hinzufügen. Für Kinder eignen sich Lebensmittelfarben oder bunte Zuckerperlen – das gemeinsame Backen wird so zum Erlebnis.
Fazit
Ein Teig, unendliche Möglichkeiten – das ist das Erfolgsrezept für eine stressfreie Weihnachtsbäckerei. Mit einem einzigen Mürbeteig entstehen gleich fünf Sorten, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch überzeugen. So bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt: gemeinsame Momente in der Küche.